Bei Zwiebeln und Gelben Rüben                  

 

Arbeitskreis auf Burg Rothenfels besuchte Biolandbetrieb.

 

 

 

 

Zum Programm des Arbeitskreises auf Burg Rothenfels gehört alljährlich auch eine Betriebsbesichtigung in der Region.

Neben High-Tech-Unternehmen waren das bisher oft Unternehmen und Einrichtungen, die sich zum Beispiel auf dem Gebiet der Ausbildung besonders hervorgetan haben. Am Dienstag besuchten die Mitglieder des Arbeitskreises den Biolandbetrieb Thomas Schwab im Remlingen.

 

 

Betriebsinhaber Thomas Schwab berichtete, dass er auf 14 Hektar mit dem Anbau von Zwiebeln, Gelben Rüben und Möhren begonnen hatte. Die eigenen Produkte wurden durch Zulieferer aus umliegenden Dörfern ergänzt. Heute liefern ihm 22 landwirtschaftliche Betriebe – überwiegend aus der näheren oder auch weiteren Umgebung – zu, die sich alle zu biologischen Anbaumethoden verpflichtet haben. Thomas Schwab und seinen Mitarbeitern obliegt dabei die Kontrolle.

 

Aus dem Bio-Hof sind inzwischen zwei Betriebe geworden, denn Anbau und Handel werden steuerlich unterschiedlich behandelt. Bei einem Rundgang durch den Betrieb erfuhren die Arbeitskreis-Mitglieder viel Interessantes über sinnvolle Fruchtfolge, Bodenverbesserung und richtige Lagerung und erhielten dabei auch den einen oder anderen Tipp für den eigenen Hausgarten.

 

 

Nach den EU-Auflagen befragt, meinte Schwab, es seien weniger die großteils berechtigten Auflagen, sondern der bürokratische Aufwand, bei deren Nachweis, die Bio-Landwirte belasteten und in vielen Fällen auch dazu führten, dass viele wieder zur „normalen“ Landwirtschaft zurückkehrten. Und er fügte hinzu, seit Edmund Stoiber in Brüssel angetreten sein, um die EG zu entbürokratisieren, sei dieser Aufwand eher noch größer geworden. Den Abschluss bildete eine Schlussrast im „Krackennest“ bei Erlenbach.

 

Karl Anderlohr - Mainpost 26.6.2014