Exkursion zu heißen Arbeitsplätzen

     

Die jährliche Betriebsbesichtigung führte etwa 40 Mitglieder des Arbeitskreises auf Burg Rothenfels am Mittwoch mit dem Bus zur Firma Kurtz Ersa in Hasloch. Das 1779 gegründete Unternehmen kann sich mit einigen Superlativen schmücken: es betreibt nicht nur den letzten Eisenhammer in Deutschland, sondern auch die modernste Gießerei.

Franziska Pfannes, Sekretärin der Geschäftsführung, begrüßte die Gäste. In der Hammerschmiede erläuterte Armin Hock die Jahrhunderte alte Technik, mit deren Hilfe, unter Ausnutzung der Wasserkraft aus dem Haselbach, die schweren Hämmer bewegt werden. Der so genannte Aufwerfhammer entwickelt dabei eine Schlagkraft von einer Tonne, der Schwanzhammer von einer halben Tonne. Bis vor wenigen Jahren wurden in Hasloch noch nach genauen Vorgaben große Glockenklöppel von Hand geschmiedet.

Die Geschichte des Unternehmens ist in einem eigenen kleinen Museum dokumentiert, durch das Helmut Pfannes führte. Hier wird mit Werkstücken, Modellen, Text- und Bilddokumenten die Firmengeschichte aufgezeigt. Das Familienunternehmen stellte sich immer wieder auf neue wirtschaftliche und technische Herausforderungen einzustellen und entwickelte sich so vom Eisenhammer bis zum heutigen High-Tech-Unternehmen. 

Durch die Gießerei führte Pascal Steinkühler. Vor allem diese Station konnte mit Temperaturen aufwarten, die noch deutlich über den rund 30 Grad Celsius im Freien lagen. Dennoch waren sich die Teilnehmer der Exkursion einig, dass man einen außerordentlich interessanten und informativen Nachmittag erlebt habe. Von den Strapazen konnte man sich bei der Schlussrast in der Gaststätte der ehemaligen Kartause Grünau erholen.

 

Bei der Rückfahrt lud der Vorsitzende Herbert Schumann die Mitglieder zum gemütlichen Zusammensein auf der Spessartfestwoche am Mittwoch ab 17 Uhr ein.

 

Juli 2015, Dehm